Über mich

Mein Name ist Elke Sohler.

Meine Tochter hat mich ganz plötzlich und völlig unerwartet vor die Aufgabe gestellt, mit ihrem Suizid fertig zu werden.

Der Tag an dem sie sich das Leben nahm und die Zeit unmittelbar danach, waren das Härteste und Schmerzvollste, das ich je erlebt habe. Hätte man mich eine Woche vor ihrem Tod gefragt, ob ich das überleben könne – ich hätte aus vollster Überzeugung verneint.

Heute weiß ich, dass ich nicht nur überlebt habe, sondern dass ich Frieden gefunden habe mit ihrer Entscheidung. Absoluten, ehrlichen Herzensfrieden.

Das, was vorher schon wichtig in meinem Leben war, meine persönliche Weiterentwicklung und meine ureigene Spiritualität, war für mich die Brücke zurück ins Leben nach dem Schock und Trauma des Verlusts.

Wofür ich stehe

 

♥ Ich stehe für Leben. Für ein gutes Leben trotz des Suizids eines Angehörigen.

♥ Alles hat seine Berechtigung, das Trauern und Weinen wie auch das Trost finden und Heilen.

♥ Ich weiß, wie sich tiefe Trauer und Verzweiflung anfühlen.

 Ich weiß wie es ist, wenn man sich überhaupt nicht vorstellen kann, jemals wieder am Leben teilzuhaben.

♥ Ich kenne das Gefühl, wenn man sich nicht vorstellen kann jemals wieder Freude am Leben zu empfinden.

All das weiß ich, weil ich es selbst durchlebt habe.

Ich bin eine von Euch. Ich bin verwaiste Mutter.

Es geht mir nicht um Trauermanagement. Es geht nicht darum, den Schmerz von der Gefühls- auf die Verstandesebene zu heben und ihn zu verwalten.

Schmerz und Trauer müssen gefühlt werden, sonst verfolgen sie uns ein Leben lang.

Aber sie dürfen auch weniger werden. Sie dürfen auch irgendwann in den Hintergrund treten. Wir dürfen uns gestatten, wieder zu LEBEN.

Wir dürfen uns das Recht auf ein Leben nach der Trauer gestatten!

Der Weg der Trauer ist keine Rennstrecke. Bei jedem wird er unterschiedlich lang dauern. Mir war es wichtig, bewusst und langsam, in meinem Tempo zu reisen. Ich habe mich ganz und gar auf alle Gefühle einlassen und JA gesagt  zu allem was ist. Dadurch wurde es ein Weg, an dessen Ende ich gestärkt und erneuert hervorging. Ein Weg, auf dem ich Geschenke eingesammelt, tiefe Einsichten erlangt und eine neue Verbindung zu meinem Kind aufgebaut habe.

Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich diesen Weg für mich gefunden habe. Heute möchte ich anderen Betroffenen helfen ihren eigenen Weg zurück in ein lebenswertes Leben zu finden und Schuld- und Schamgefühle, Selbstvorwürfe und Verurteilungen hinter sich zu lassen.

Aus diesem Grund habe ich meine Geschichte, meine Erfahrungen und meine Entwicklung in dem Buch „Jenseits des Dramas“ zusammengefasst.

Herzensfrieden, Versöhnung mit dem Entschluss meiner Tochter und mit mir selbst sind das, was mich meine Geschichte gelehrt hat.

Und ich freue mich, wenn ich dich auf dem Weg dorthin durch mein Buch oder meine Arbeit begleiten darf.